130 Jahre Feuerwehr Schlagsdorf
Zur 850 Jahrfeier von Schlagsdorf fand im Zelt eine Festveranstaltung statt. Auf dieser wurde die Geschichte der Feuerwehr beschrieben.
Hier dazu ein Auszug aus dem Video:
Schlagbrügge - Großbrand - 1960
1960 kam es in Schlagbrügge zu einem verheerenden Großbrand. Zahlreiche Gebäude wurden ein Raub der Flammen. Ausgelöst wurde das Feuer vermutlich durch Unachtsamkeit. Die Feuerwehr aus Schlagsdorf sowie die Wehren der umliegenden Orte kämpften gegen den Brand, konnten ihn jedoch kaum unter Kontrolle bringen. So blieb letztlich nur die Möglichkeit, die angrenzenden Gebäude zu schützen und ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.
Auch in Ratzeburg wurde das Feuer bemerkt. Die dortige Feuerwehr machte sich umgehend auf den Weg, um Hilfe zu leisten, kam jedoch nur bis Wietingsbek. Am Schlagbaum wurde den Ratzeburger Kameraden die Weiterfahrt verwehrt. Kein Verantwortlicher der DDR verfügte offenbar über die Befugnis, die Einsatzkräfte passieren zu lassen. Die Sorge schien größer zu sein, dass mehr Menschen das Land verlassen könnten, als zuvor eingereist waren...
Ausgewählte Dokumente - aus der Frühzeit der Feuerwehr
In den nächsten Tagen wird dieser Bereich durch weitere historische Dokumente ergänzt!
Schlagsdorf, 2. Februar 1932 – Generalversammlung
In der letzten Woche hielt die hiesige Freiw. Feuerwehr beim Kameraden W. Hecht ihre erste Hauptversammlung im neuen Jahre ab, die von 21 Kameraden zu 84 Prozent besucht war.
Hauptmann Joh. Meyer eröffnete und leitete die Versammlung und gab den Jahresbericht für 1931. Aus ihm entnehmen wir folgendes:
Es fanden im letzten Jahre 6 Übungen statt, an denen sich im Durchschnitt 80,3 Prozent der Kameraden beteiligten.
Generalversammlungen wurden im ganzen vier abgehalten.
Zur Feuerbekämpfung wurde die Wehr dreimal alarmiert.
Im August brannte die Strohmiete des Kätners Ch. Schöning hierselbst, und am 10. Oktober wurde die Wehr telefonisch zum Großfeuer in Raddingsdorf gerufen, wo das Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Hauswirts Retelsdorf und der Hauswirtswitwe Blohm brannte, desgleichen die Scheune des Hauswirts Lenzen.
Die Mitgliederzahl betrug 27 aktive und 16 passive.
Von den aktiven Kameraden traten aus:
Walter Wilms (freiwillig) und W. Henden (durch Fortzug).
Eingetreten ist Kamerad Willi Wilms.
Von den passiven Kameraden ist W. Reimers durch Tod ausgeschieden.
Aufgenommen wurde Lehrer Tiedemann. Uniformierte Ehrenmitglieder besaß die Wehr 2, von denen das Ehrenmitglied J. Wilms der Wehr durch den Tod genommen wurde.
Ehrenhauptmann ist W. Grunewald.
Für 20jährige treue Dienstzeit erhielt Kamerad W. Sterlen den 4. Stern.
Für 5jährige treue Dienstezeit erhielten die Kameraden
D. Wittfoth, G. Kähler und E. Retelsdorf den 1. Stern.
Den Kassenbericht gab Kamerad W. Boye.
Die Jahreseinnahme beläuft sich auf 369,70 Mark und die Ausgabe auf 299,65 Mark,
so daß ein Kassenbestand von 70,05 Mark verbleibt.
Die Kasse wurde geprüft und dem Kassier Entlastung erteilt.
Zum Schluss gab Hauptmann Joh. Meyer die Dienstalter der einzelnen Kameraden bekannt.
Die Spritze fahren E. Kofahl und E. Blunk
den Mannschaftswagen W. Böhmker und H. Klasen.