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04. April 2009 09:18
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Von: LN-online Martin Stein

Wakenitzbrücke freigegeben

Über die neue Wakenitzbrücke von Rothenhusen rollt seit gestern der Verkehr. Seit August war die Ost-West-Verbindung gesperrt. Zuletzt ließen Klagen von Umweltschützern lange Verzögerungen befürchten.


Bei strahlendem Sonnenschein haben gestern etwa 200 Schaulustige die Eröffnung der neuen Wakenitzbrücke mit Beifall gefeiert. Nach der rund achtmonatigen Sperrung der Ost-West-Verbindung im Norden des Ratzeburger Sees war die Erleichterung über die Inbetriebnahme der neuen Brücke überall im Publikum spürbar.

Das galt auch für die zahlreichen Behördenvertreter und die Repräsentanten der Baufirmen. Sie alle hatten nach den Rechtsstreitigkeiten mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in einer gemeinsamen Kraftanstrengung dafür gesorgt, dass die noch ausstehenden Arbeiten auf dem West- und auf dem Ostufer in wenigen Tagen abgeschlossen werden konnten. Landrat Gerd Krämer aus Ratzeburg zeigte sich erleichtert über den schnellen Abschluss der Arbeiten: „Ich freue mich, dass es uns trotz vieler widriger Umstände gelungen ist, rechtzeitig vor Ostern die Brücke fertigzustellen und für den Verkehr freizugeben“, sagte der Kreisverwaltungschef. Gemeinsam mit seiner Amtskollegin aus Grevesmühlern, Birgit Hesse, und dem lauenburgischen Kreispräsidenten Meinhard Füllner durchtrennte Krämer symbolisch ein Sperrband und eröffnete damit das Stahlbogenbauwerk mit einer Tragkraft von 60 Tonnen.

Held des Tages für viele der Eröffnungsteilnehmer war ein Mann, der bei der kurzen Zeremonie Mitten auf der Brücke im Hindergrund blieb. Bei Regionplaner Michael Birgel (53) von der lauenburgischen Kreisverwaltung liefen während der gesamten Bauzeit die Fäden zusammen, und er gehörte zu den entscheidenden Akteure in schwierigen Schlussphase des Projektes. „Das ist hier schon so etwas wie mein Baby“, beschrieb Birgel seine Gefühle. Die Baukosten belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro.

Von Martin Stein

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