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29. Mai 2009 15:49
Aus der Gemeinde, Schule

Von: SVZ - Volker Bohlmann

Schlagsdorf kann wieder hoffen

Glück gehabt: Die Schule Schlagsdorf erhält 1,15 Millionen Euro an Fördermittel aus den Konjunkturpaketen I und II des Bundes. Das Geld reicht allerdings nicht für eine komplette Sanierung. 2,4 Millionen benötigt der Schulverband. Architekten arbeiten jetzt an einer abgespeckten Sanierungsvariante.


Udo Wolski zeigt die Schäden

SCHLAGSDORF - Die Sanierung der Schlagsdorfer Schule kann beginnen. 36 Jahre nach der Übergabe erfolgt zum ersten Mal eine wirkliche Erneuerung des Plattenbaus. Möglich wird dies durch die Zuweisung von Finanzmitteln aus den Konjunkturpaketen I und II des Bundes. Laut Liste des Nordwestkreises erhält Schlagsdorf aus dem Konjunkturpaket II 325 000 Euro und nach Angaben der Landesregierung (Internetseite Landesregierung) 775 920 Euro aus dem Konjunkturpaket I. Der Schulstandort dürfte somit als gesichert gelten. "Ein Fördermittelbescheid liegt allerdings noch nicht vor", so Rehnas Amtsleiter Dirk Gros.

Trotz Erfolg, so richtige Freude kommt in Schlagsdorf nicht auf. Für den "großen Wurf" wären 2,4 Millionen Euro notwendig. Kein Geld für Luxus, sondern von einer grundlegenden Sanierung, betont Dirk Gros.

Folglich heißt es abspecken. Der Rotstift wird angesetzt. Der überdachte Innenhof, die Außenanlagen, die neue Heizungstechnik und die Elektroanlagen sind zu streichen. An Änderungen der Raumzuschnitte ist gar nicht zu denken.

Für die insgesamt 1,15 Millionen Euro kann der Schulverband das Gebäude aus dem Jahre 1973 lediglich mit neuen Fenstern und Türen versehen und die Außenhaut dämmen. "Dann bewegen sich bei starken Winden wenigstens die Gardinen nicht mehr bzw. dringt kein Wasser durch die Fenster ein", so Hausmeister Udo Wolski. Zu seinen Hauptaufgaben gehörte in jeder Wintersaison das Abdichten von Türen und Fenstern. Bis zu fünf Zentimeter breite Spalten ließen die Kälte in den Plattenbau. Da half nur noch, Dämmstoffe in die Windkanäle zu stopfen. Feuchte Wände und Schimmel im Kellerwerkraum lassen bislang keine Freude am Unterricht aufkommen.

Doch wirklich meckern wollen und können Gros, der stellvertretende Schulleiter Ralf Federmann und Udo Wolski nicht. Vor wenigen Wochen stand die Zukunft der Schlagsdorfer Schule auf der Kippe. Bei der ersten Veröffentlichung der geförderten Projekte, fand Schlagsdorf keine Berücksichtigung. Lediglich der Kreis signalisierte Unterstützung. Seit wenigen Tagen taucht das Sanierungsprojekt Schlagsdorfer Schule in einer Ergänzungsliste auf der Internetseite der Landesregierung auf.

Seither arbeiten Schulleitung, Architektenbüro und das Amt Rehna an der abgespeckten Sanierungsvariante. "Diese beläuft sich derzeit auf 1,45 Millionen Euro. Wir müssen auf 1,15 Millionen runter, weitere 300 000 sparen", sagt Gros.

Das drückt die Stimmung. Über Jahre hatten die Eltern im Schulverband für den Erhalt des Lernzentrums auf dem Lande erfolgreich gekämpft. Das Planungsteam im Amt Rehna hofft, dass das Geld wenigstens frei zur Verfügung stehen wird, um das Bestmögliche für die Schüler herauszuholen.

Sollte der Landkreis sich entschließen aus seinem Zusatz-Fonds von 1,3 Millionen Euro weitere Finanzmittel in sechsstelliger Größenordnung den Schlagsdorfern zukommen zu lassen, bleibe sogar noch Spielraum für eine moderne Heizungs- und Elektroanlage. "Wir würden uns freuen, wenn der Kreis gezielt investiert ",sagt Ralf Federmann. Schließlich gehe es um die Kinder und damit um die Zukunft des Landes.

Im Amt Rehna warten die Amtsleiter auf die schriftliche Bestätigung der Förderliste. Man wolle das Vorhaben schnellstmöglich realisieren. Liegt der Fördermittelbescheid vom Land vor, so Dirk Gros, könne die Ausschreibung und folglich ein Baubeginn schon während der Sommerfreien erfolgen.

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