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27. Februar 2009 10:21
Aus der Gemeinde

Von: Volker Bohlmann - SVZ

Kein Geld für Wanderweg

Die Zukunft des Wanderweges am Mechower See ist ungewiss. Der ehemalige Kolonnenweg verläuft von der Straße nach Schönberg bis nach Schlagsdorf. Naturschützer sowie Kommunalvertreter aus Schlagsdorf vertreten unterschiedlichen Auffassungen hinsichtlich der Wegunterhaltung.


SCHLAGSDORF - Der Zweckverband Schaalseelandschaft und die Gemeinde Schlagsdorf haben bislang noch keinen gemeinsamen Nenner für die Nutzung und Unterhaltung des Wanderweges am Ufer des Mechower Sees gefunden. Wie Bürgermeister Ingo Melchin gegenüber der SVZ mitteilte, hat die Gemeindevertretung ein Angebot des Zweckverbandes zur Nutzung und Erhaltung der Verkehrs sicherheit vorerst abgelehnt. "Es handelt sich hierbei um einen in Wanderkarten eingetragenen Fußweg, da stellt sich uns die Frage, ob der Naturschutzverband nicht auch gänzlich für den Unterhalt des Weges verantwortlich ist", so Melchin. Der vorliegende Vertrag enthalte nicht den abgesprochenen Wortlaut. "Wir brauchen langfristige Verträge, die auch für uns erfüllbar sind", sagt der Bürgermeister. Insbesondere Vorgaben hinsichtlich der Ausbesserungsarbeiten am Weg - nur reines Naturmaterial verwenden - hält Melchin teilweise für nicht realisier- und auf Dauer nicht finanzierbar.

Folglich müssen sich die Experten der Naturschutzverbände erneut an einen Tisch setzen, um eine Schließung des Weges zu verhindern. Aus Sicht der Bürger wäre dies eine Ausgrenzung der Menschen innerhalb der Biosphäre.

Armin Benz, Geschäftsführerer des Zweckverbandes Schaalseelandschaft weist Befürchtungen dieser Art zurück. "Wir sehen kein Problem darin, den Weg langfristig zu nutzen. Vor diesem Hintergrund bieten wir als Eigentümer der Gemeinde eine Nutzungsvereinbarung an. Wie gesagt, die Wegenutzung ist unstrittig, lediglich die Art der Unterhaltung", sagt Benz. Welche Materialien zum Befestigen des Pfades einzusetzen sind, darüber entscheide letztlich das Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee in Zarrentin. Benz zeigte sich vielmehr zufrieden, dass es im Rahmen der Flurneuordnung gelungen sei, Ackerflächen aus dem Naturschutz herauszunehmen und im Gegenzug Grünlandflächen zu erhalten. Eine Absage erteilte er auch Plänen, wonach der Wanderweg am See auf die Ackerflächen verlegt werden soll. "Wir haben lediglich einen Grünstreifen hinzubekommen und könnten uns eine teilweise Verlegung vorstellen", sagt Benz. Das wiederum sei auch aus Kostengründen aktuell nicht realisierbar.

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